Die 15 häufigsten Marketing-Fehler in der Gastronomie [Teil 3]

In der Fortsetzung von Teil 1 und Teil 2 der 15 häufigsten Marketing-Fehler in der Gastronomie, werden Dir weitere 5 Fehler mitgeteilt, die Gastronomen das Geschäft ruinieren können. Auch wenn Dein Lokal gut läuft, solltest Du dir diese Tipps durchlesen um Dein Geschäft weiter zu optimieren. Niemand ist perfekt!



11. Warten, bis das Schiff sinkt

Einer der größten Fehler ist, zu warten bis Marketing benötigt wird, bevor damit begonnen wird. Warte nicht, bis Du es brauchst, weil Du es immer brauchst!

Es bezeichnend, wie viele ihr Marketing im Sommer oder um die Feiertage runterfahren, weil sie beschäftigt sind, und dann versuchen, es wieder einzuschalten, wenn die Besucherzahlen Anfang des Jahres einbrechen.

Diese extreme Vorgehensweise wird Dir langfristig die Präsenz bei Deinen Kunden ruinieren.

Das Ziel ist es, das ganze Jahr über präsent zu sein, deshalb solltest Du immer an Deinem Marketing arbeiten. Das ist die rentabelste Art, Deine Zeit für Marketing zu nutzen. Denn lange Pausen verursachen einen „Nachholbedarf“ und kosten im Endeffekt mehr Zeit, als kontinuierlich kleine Eingriffe vorzunehmen.

12. Annehmen, Dein Kunde „schnallt es“

Wie jeder andere auch vergisst Du schnell, wenn Du dich ständig mit etwas beschäftigst, dass die meisten anderen Menschen es nicht in dem Maße verstehen, in dem Du es tust. Zumindest nicht auf den ersten Blick.

Die Besitzer gehen häufig davon aus, dass ihr Publikum alles weiß, was sie in Bezug auf ihr Geschäft tun, und vergessen, es für den Verbraucher zu vereinfachen.

Handele so, als hätte jeder, der Deine Anzeige gesehen hat, noch nie von Dir gehört. Vereinfache alles und verwende die Begriffe von Laien.

Sei direkt und nutze das Texten als Gelegenheit, Deine potenziellen Kunden über alles zu informieren, was er „erreichen kann, wenn er mit Dir Geschäfte macht.“

13. Kein Hervorstechen aus der Masse

Es wird gesagt, dass die Menschen täglich mehr als 5.000 Anzeigen ausgesetzt sind. Richtig gehört: Fünf. Tausend. Anzeigen. Jetzt weißt Du, warum es so schwierig ist zu Deinen Kunden durchzudringen.

Hör‘ auf, Deine Anzeigen genauso wie alle anderen aussehen zu lassen. Niemand interessiert sich einfach nur für Dein Logo, Deine Telefonnummer oder Deine Adresse, die ständig auf alle Anzeigen gezimmert wird. Sei kreativ!

Tatsächlich ist Dein Gehirn so konzipiert, redundante Informationen, die es ständig sieht, auszublenden. Erinnerst Du Dich noch daran, was gestern auf dem Titel des Magazins an der Kasse stand oder welche Werbungen Du gestern Abend im Fernsehen gesehen hast?

Die Leute sind einfach übersättigt. Stelle also sicher, dass Du aus der Masse rausstichst, wie Weihnachtsplätzchenbäcker. 😉

14. Fehlendes Upselling

Inzwischen weißt Du, wie wichtig es ist, ein Publikum und eine Verbindung zu diesem aufzubauen. Jetzt sollte Dein Ziel nicht sein, Deine Gäste einfach wieder durch die Tür zu kriegen, sondern sie dazu zu bringen, mehr Geld auszugeben.

Richte ein automatisiertes System ein, bei dem Du Deine Kunden immer weiter die „Werteleiter“ hochschiebst:

Die Werteleiter im Marketing

Dein erstes Angebot, das funktionierte, war eine kostenlose Vorspeise. Sehr gut, jetzt lockst Du die Gäste wieder mit einem Angebot, das sie dazu bringt, 3 Personen mitzubringen. Wenn die durchschnittlichen Ausgaben pro Mahlzeit 20 Euro betragen, hast Du damit schon 80 Euro eingenommen.

Als Nächstes bringst Du sie dazu, Deinen Partyraum zu buchen. Beispielsweise für eine Firmenveranstaltung.

Sobald Du Dich auf den Lebenszeitwert eines Kunden konzentrierst, beginnst Du Deine Gewinne zu steigern.

15. Auf die Konkurrenz warten

Ein Konkurrent zieht in Deine Straße, eine neue Marketingplattform entsteht, die Technologie entwickelt sich immer weiter. Ständiger Wandel ist unvermeidlich und nur diejenigen, die sich anpassen, bleiben erfolgreich.

Seh‘ Dir Deinen Wettbewerb und andere Branchen genau an, um zu sehen, was funktioniert. Die Idee des „Drive-In-Schalters“ wurde beispielsweise in USA von den Banken übernommen und Konsumenten können so Geld vom Auto aus abheben.

Erkenne Trends in der Anfangsphase und lege anschließend fest, wie sie an Dein Unternehmen angepasst werden können.

Ich rate Dir nicht, von Idee zu Idee zu springen, sondern herauszufinden, wie Du das Aufkommen von Trends mit dem bereits Bewährten vereinen kannst. So bleibst Du der Konkurrenz immer eine Nase voraus.

Wie in allen Lebensbereichen, gilt auch im täglichen Business: Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.